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Leitfaden für DNS-Einstellungen

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Leitfaden für DNS-Einstellungen

Was ist DNS und wie funktioniert es?

Das Domain Name System (DNS) ist ein System, das Domainnamen (z. B. ihrewebsite.com) in IP-Adressen (z. B. 185.60.170.1) übersetzt, die Computer für die Kommunikation untereinander verwenden. Ohne DNS müssten Sie sich für jede Website, die Sie besuchen möchten, die numerischen IP-Adressen merken. DNS ist im Grunde das Telefonbuch des Internets.

Wenn Sie eine Website-Adresse in den Browser eingeben, passiert Folgendes: Der Browser fragt einen DNS-Resolver (in der Regel Ihren Internetanbieter) nach der IP-Adresse dieser Domain. Der Resolver prüft seinen Cache, und falls dort keine Antwort vorliegt, fragt er den autoritativen DNS-Server für diese Domain. Der autoritative Server liefert die IP-Adresse zurück, und der Browser verbindet sich mit diesem Server, um die Website zu laden. Der gesamte Vorgang dauert üblicherweise 20 bis 50 Millisekunden.

DNS-Eintragstypen

A-Eintrag (Address Record)

Der A-Eintrag ist der grundlegendste DNS-Eintragstyp und ordnet einen Domainnamen einer IPv4-Adresse zu. Zum Beispiel:

ihrewebsite.com → 185.60.170.1

Jede Domain, die eine Website anzeigen soll, muss einen A-Eintrag besitzen. Sie können mehrere A-Einträge für dieselbe Domain haben (für Load Balancing) oder unterschiedliche A-Einträge für verschiedene Subdomains.

Der AAAA-Eintrag ist dasselbe wie ein A-Eintrag, jedoch für IPv6-Adressen. Da das Internet auf IPv6 umstellt, fügen immer mehr Websites neben den A-Einträgen auch AAAA-Einträge hinzu, um eine bessere Kompatibilität zu erreichen.

CNAME-Eintrag (Canonical Name)

Der CNAME-Eintrag erstellt einen Alias einer Domain auf eine andere. Statt direkt auf eine IP-Adresse zu verweisen, zeigt er auf einen anderen Domainnamen, der seinen eigenen A-Eintrag besitzt. Zum Beispiel:

www.ihrewebsite.com → ihrewebsite.com

CNAME wird am häufigsten für die www-Variante einer Domain und für Subdomains verwendet, die auf denselben Server verweisen sollen. Wichtige Einschränkung: Ein CNAME kann nicht zusammen mit anderen Einträgen für denselben Namen existieren. Deshalb kann die Root-Domain (ihrewebsite.com ohne www) keinen CNAME haben – sie muss einen A-Eintrag besitzen.

MX-Eintrag (Mail Exchange)

MX-Einträge bestimmen, welche Server E-Mails für Ihre Domain empfangen. Jeder MX-Eintrag hat eine Priorität (niedrigere Zahl = höhere Priorität) und den Namen des Mailservers. Zum Beispiel:

ihrewebsite.com MX 10 mail.ihrewebsite.com
ihrewebsite.com MX 20 mail2.ihrewebsite.com

Wenn der primäre Mailserver (Priorität 10) nicht erreichbar ist, wird die E-Mail an den sekundären Server (Priorität 20) gesendet. Ohne korrekte MX-Einträge funktioniert die E-Mail auf Ihrer Domain nicht.

Wenn Sie externe E-Mail-Dienste wie Google Workspace oder Microsoft 365 nutzen, müssen Sie die MX-Einträge so ändern, dass sie auf deren Server statt auf Ihren Hosting-Server verweisen.

TXT-Eintrag (Text Record)

TXT-Einträge enthalten Textinformationen, die verschiedene Dienste zur Verifizierung und Sicherheit verwenden. Die häufigsten Beispiele:

  • SPF (Sender Policy Framework): Legt fest, welche Server E-Mails im Namen Ihrer Domain versenden dürfen. Verhindert Spam und Phishing. Beispiel: v=spf1 include:_spf.beohosting.com ~all
  • DKIM (DomainKeys Identified Mail): Digitale Signatur, die belegt, dass eine E-Mail tatsächlich von Ihrer Domain stammt und während der Übertragung nicht verändert wurde.
  • DMARC: Richtlinie, die Mailservern mitteilt, wie sie mit Nachrichten umgehen sollen, die die SPF- oder DKIM-Prüfung nicht bestehen. Beispiel: v=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:dmarc@ihrewebsite.com
  • Google-Verifizierung: TXT-Eintrag zur Verifizierung des Domain-Eigentums in der Google Search Console oder in Google Workspace.

NS-Eintrag (Nameserver)

NS-Einträge bestimmen, welche DNS-Server für Ihre Domain autoritativ sind. Wenn Sie eine Domain registrieren, legen Sie die Nameserver beim Domain-Registrar fest. Wenn Sie zum Beispiel die BeoHosting-Nameserver verwenden:

ihrewebsite.com NS ns1.beohosting.com
ihrewebsite.com NS ns2.beohosting.com

Eine Änderung der Nameserver leitet alle DNS-Anfragen auf die neuen Server um. Das ist erforderlich, wenn Sie den Hosting-Anbieter wechseln oder zu Cloudflare umziehen.

DNS-Propagation

Wenn Sie DNS-Einträge ändern, werden die Änderungen nicht sofort im gesamten Internet wirksam. DNS-Server weltweit speichern Einträge im Cache, und es braucht Zeit, bis der Cache abläuft und die neuen Einträge übernommen werden. Dieser Vorgang wird als DNS-Propagation bezeichnet.

Wie lange dauert die Propagation? Der TTL-Wert (Time to Live) jedes DNS-Eintrags legt fest, wie lange ein Eintrag zwischengespeichert wird. Der Standard-TTL beträgt 3600 Sekunden (1 Stunde), was bedeutet, dass die meisten DNS-Server ihre Einträge stündlich aktualisieren. In der Praxis kann die Propagation je nach TTL-Wert und DNS-Anbieter zwischen 15 Minuten und 48 Stunden dauern.

Tipps für eine schnelle Propagation:

  • Reduzieren Sie vor der Änderung den TTL auf 300 Sekunden (5 Minuten) und warten Sie, bis der alte TTL abgelaufen ist.
  • Führen Sie die Änderung durch und setzen Sie den TTL nach Abschluss der Propagation wieder auf den normalen Wert zurück.
  • Nutzen Sie Tools wie whatsmydns.net, um die Propagation weltweit in Echtzeit zu verfolgen.

Häufige Fehler bei DNS-Einstellungen

Falsche Nameserver: Wenn die Nameserver beim Domain-Registrar nicht mit den Nameservern Ihres Hosting-Anbieters übereinstimmen, funktioniert die Website nicht. Prüfen Sie immer, ob die Nameserver korrekt gesetzt sind.

Vergessene MX-Einträge: Beim Wechsel des Hostings oder der Nameserver vergessen viele, die MX-Einträge erneut zu setzen. Das Ergebnis: Die E-Mail funktioniert nicht mehr, während die Website normal läuft.

CNAME auf der Root-Domain: Der Versuch, einen CNAME-Eintrag für die Root-Domain (ohne www) hinzuzufügen, kann zu Problemen führen, da ein CNAME nicht mit anderen Einträgen koexistieren kann. Verwenden Sie für die Root-Domain einen A-Eintrag.

Doppelte A-Einträge: Zwei A-Einträge mit unterschiedlichen IP-Adressen für dieselbe Domain können zu unvorhersehbarem Verhalten führen, bei dem die Website manchmal die richtige Seite und manchmal einen Fehler anzeigt. Halten Sie immer nur einen A-Eintrag pro Domain vor (außer beim bewussten Load Balancing).

Fehlende SPF/DKIM/DMARC-Einträge: Ohne diese TXT-Einträge landen Ihre E-Mails mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit im Spam-Ordner des Empfängers. Diese Einträge sind heute praktisch verpflichtend für eine zuverlässige E-Mail-Zustellung.

DNS-Einrichtung in cPanel

Bei BeoHosting werden DNS-Einträge über das cPanel Zone Editor Tool konfiguriert. Melden Sie sich in cPanel an, suchen Sie den Bereich „Domains" und klicken Sie auf „Zone Editor". Hier können Sie alle Arten von DNS-Einträgen für Ihre Domains hinzufügen, bearbeiten und löschen. cPanel erstellt beim Hinzufügen einer Domain automatisch die grundlegenden A-, MX- und NS-Einträge, doch TXT-Einträge (SPF, DKIM, DMARC) müssen Sie häufig manuell hinzufügen.

Fazit

DNS-Einstellungen sind das Fundament, auf dem Ihre Website und Ihre E-Mail ruhen. Das Verständnis der grundlegenden Eintragstypen (A, CNAME, MX, TXT, NS) und der Funktionsweise der DNS-Propagation hilft Ihnen, die häufigsten Fehler zu vermeiden und Probleme schneller zu lösen. Wenn Sie sich bei DNS-Änderungen nicht sicher sind, kontaktieren Sie den Support Ihres Hosting-Anbieters, bevor Sie Änderungen vornehmen – eine falsche DNS-Konfiguration kann sowohl die Website als auch die E-Mail gleichzeitig lahmlegen.

BeoHosting Team

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